Rezension: 2084. Eine Zeitreise durch den Klimawandel von James Lawrence Powell

Der Autor erschafft in diesem Buch eine Dystopie, die Realität werden könnte. Die Geschichte ist erfunden, basiert aber auf wissenschaftlichen Fakten. Es geht um den Klimawandel und wie dieser die Welt bis zum Jahr 2084 verändert haben könnte. 

Im Jahr 2084 interviewt der Erzähler der Geschichte Menschen aus der ganzen Welt. Sie erzählen von Hungersnöten, Kriegen und Tod. All das sind Folgen des Klimawandels, den niemand aufgehalten hat. 

Immer wieder läuft alles auf eine Frage hinaus: Wieso haben die Generationen, die voraus gingen, das nicht verhindert? Und damit meinen sie uns. Das Jahr 2020 wird als letzter Punkt genannt, an dem man noch handeln konnte. Dieses Buch skizziert eine potenzielle Zukunft – eine sehr beunruhigende und katastrophale – und ist ein Appell, es nicht so weit kommen zu lassen. 

Das Buch ist nicht melodramatisch. Die Folgen des Klimawandels werden meist sehr nüchtern beschrieben, auch wenn die Rede davon ist, dass Rotterdam im Meer versunken ist und Amerika Kanada wegen dessen Ressourcen annektiert hat. Aber gerade deswegen schafft es der Autor, dem Leser den Hals zuzuschnüren. 

2084 ist noch weit weg, aber doch nah genug an uns dran, dass es nicht mehr um eine abstrakte Zukunft geht. In der Zukunftsvision des Autors verlieren sehr viele Menschen ihr Leben, weil wir in der Gegenwart nichts getan haben, um es zu verändern.

Das Buch ist ein Appell. Sich nicht damit zufrieden zu geben, nichts zu tun und aufzugeben. Denn noch können wir und die Politik durch zahlreiche Maßnahmen den menschengemachten Klimawandel eingrenzen. Doch irgendwann wird es einen Punkt geben, an dem es kein Zurück mehr gibt. Ein Punkt, an dem wir nichts mehr ändern können. 

Welche Folgen ein Aufgeben haben könnte, kann man in diesem Buch nachlesen. Es ist keine rosige Zukunft, die der Menschheit bevorsteht, wenn James Lawrence Powell Recht behalten sollte.

Schreibe einen Kommentar