Rezension: Hope Again von Mona Kasten

Rezension auf einen Blick

Themen: Literatur, verbotene Liebe, dunkle Vergangenheit
So hat sich das Buch angefühlt: verboten, verzweifelt, geborgen
Der erste Satz: „Ich bin gespannt, wann mein Dad und deine Mom den nächsten Schritt wagen.“

Vorwarnung: Der erste Teil dieser Rezension ist frei von Spoilern. Die Informationen, die ich preisgebe, stehen auf den ersten Seiten des Buches oder im Klappentext. Ab dem Absatz mit der Überschrift „Spoilerwarnung“ bespreche ich die vollständige Handlung des Buches. Ab da verrate ich also wichtige Punkte, die ihr vielleicht nicht verraten haben wollt. Also wer das Buch noch ohne Vorwissen lesen will, sollte dort aus dem Text aussteigen.

Ohne Spoiler

Everly Penn hält nicht viel von der Liebe und Beziehungen. Sich selbst verlieben, will sie schon gar nicht. Doch dann trifft sie Nolan und alles ist auf einmal anders. Er ist charmant und intelligent und bei ihm will sie sogar die Mauer einreißen, die sie vor so langer Zeit um sich errichtet hat. Doch Nolan ist ihr Dozent. Und egal, wie wohl sie sich in seiner Nähe auch fühlt, sie hat Angst vor ihren Gefühlen. Je näher sie ihn kennenlernt, desto mehr erkennt sie, dass auch er etwas vor allen Menschen um sich herum verbirgt. Und dieses Geheimnis könnte ihre Liebe zerstören, bevor sie überhaupt begonnen hat. 

Everly ist ein starker Mensch, in jedem Sinne des Wortes. Sie ist extrem loyal und verteidigt die Menschen, die sie liebt. Mit ihrem eigenen Schmerz kann sie oft sehr viel besser umgehen als mit dem anderer. Trotzdem fällt es ihr schwer, sich anderen zu öffnen. Über ihre Probleme redet sie selten bis gar nicht und macht sie lieber mit sich selbst aus. 

Ich habe ihren Charakter von der ersten Seite an geliebt. Sie hat einen tollen Humor, ist eine tolle Freundin und hat mit vielem zu kämpfen. Sie fühlt sich sehr real an, mit allen ihren Eigenschaften. Ihre Interessen wie Horrorfilme und ihre Abneigung gegen Nicholas Sparks Filme machen ihren Charakter sehr rund. 

Das gleiche gilt auch für Nolan. Hinter seinem Lächeln liegt sehr viel mehr, als man zunächst vermutet. Und die Dynamik der beiden fesselt. 

Ich war zunächst skeptisch. Geschichten, wo sich Schüler in ihre Lehrer verlieben bzw. Studenten in ihre Dozenten, gefallen mir in der Regel eher weniger. Doch hier war das anders. Dass Nolan ihr Dozent ist, macht nur einen Bruchteil der Handlung aus. Die Geschichte ist wesentlich komplexer, und deswegen habe ich dieses Buch verschlungen. 

Vor allem auch die Nebencharaktere haben mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Natürlich gab es viele bekannte Gesichter aus vorherigen Büchern. Ich liebe es immer, diesen Charakteren erneut zu begegnen. Aber wer mich in diesem Buch besonders von sich begeistert hat, war Blake, der seine eigene Geschichte mit „Dream Again“ erst bekommen wird. Er stand Everly zur Seite und war ein toller Freund. Ich bin jetzt schon verliebt in ihn und freue mich riesig, mehr über ihn zu erfahren!

Dieses Buch kann ich nur empfehlen! Wie alle anderen Teile der Reihe liebe ich auch dieses und werde es bestimmt noch ein weiteres Mal lesen!

Spoilerwarnung

Everlys Beziehung zu ihrer Mutter ist sehr innig. Deswegen ist sie auch skeptisch, als diese mit ihrem Freund, Dawns Vater, zusammenziehen will. Everlys Dad hat beide geschlagen und unterdrückt. Seitdem traut Everly dem Männergeschmack ihrer Mutter nicht mehr und versucht, sie vor allem Bösen zu beschützen. 

Ihre Vergangenheit führt auch zu Schlafproblemen. Trotzdem redet sie mit niemandem darüber. Nur in Nolans Kurs verarbeitet sie ihre Erlebnisse in Form von Geschichten. Und Nolan erkennt irgendwann, dass ihre Geschichten nicht fiktiv sind. Ihm gegenüber öffnet sie sich. Die beiden haben ein Verhältnis, das über das einer Studentin zu ihrem Dozenten hinausgeht. Sie schreiben sich nachts Nachrichten und tauschen sich über Dawns Geschichten aus. 

Eines Tages überschreitet Everly eine Grenze und küsst Nolan. Danach meidet er sie, aber nur, weil er diese Nähe nicht zulassen will. Die beiden versuchen eine Beziehung zueinander aufzubauen, die keine Grenzen überschreitet. Doch das hält nicht lange. 

Die Beziehung der beiden entwickelt sich sehr natürlich. Die Beweggründe der beiden sind immer nachvollziehbar, und bald schon ahnt man, dass Nolans Distanz nicht nur damit zu tun hat, dass Everly seine Studentin ist. 

Die beiden lassen sich aufeinander ein, doch als Nolan Schlaftabletten in ihrer Wohnung findet, beendet er die Beziehung schlagartig. Nach der Trennung ist Everly vor allem ihrer Mutter und Blake nahe. Die Beziehungen zu diesen beiden Menschen haben mir beim Lesen fast so viel Spaß gemacht wie ihre Beziehung zu Nolan. 

Ihr Vater taucht bei ihr und ihrer Mutter auf und greift Everly an. Danach zeigt ihre Mutter ihn endlich an und sie sind ihn endlich los. Im Krankenhaus taucht auch Nolan auf und erzählt Everly von seiner Vergangenheit. Er war schon einmal verliebt und hat die Frau verloren, weil sie sich das Leben nahm. Er will mit Everly zusammen sein, doch sie hat Angst, dass er sie noch einmal von sich stößt. 

Em Ende ist es Blake, der den beiden den letzten Schups gibt, damit sie wieder zueinander finden. Everly kommt mit Nolan zusammen und beginnt einen Job als Aushilfscoach für die Cheerleader und kommt somit ihrer Suche nach ihrem Traumjob etwas näher. 

Die Geschichte ist sehr rund und beschäftigt sich nicht nur mit der Liebesgeschichte, sondern auch Everlys anderen Beziehungen, ihren Zukunftsängsten und ihrer dunklen Vergangenheit, die sie lernt, hinter sich zu lassen. Das Buch inspiriert, weil Everly all die schlimmen Dinge, die ihr widerfahren sind, überwinden konnte und als noch stärkerer Mensch daraus hervor gegangen ist!

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