Interview: Autorin Nina MacKay

Interview auf einen Blick

Welches Genre dominiert dein Bücherregal? Urban Fantasy.
Hast du eine seltsame Lese- oder Schreibgewohnheit? Zuhause lese und arbeite ich am liebsten im Bett.
Was ist dein Lieblingsbuch aus deiner Kindheit? Harry Potter, Fünf Freunde und Burg Schreckenstein.

Autorin Nina MacKay schreibt fantastische Geschichten, denen keine Grenzen gesetzt sind. Ob Hipster-Märchen oder Schulen für Kinder, die Geister sehen können – wenn es um übernatürliche Kräfte geht, schreibt sie darüber. Allein in diesem Jahr veröffentlicht sie vier Bücher. Wie sie das zu Stande bringt, obwohl sie auch noch einem anderen Beruf nachgeht, und wie ihr Schreibprozess abläuft, verrät sie im Interview.

Du schreibst fantastische Geschichten. Was fasziniert dich an diesem Genre?

In diesem Genre ist alles möglich: Magische Kräfte, Verschwörungen, Lovestory … es ist so vielfältig und fast alle meine Buchideen fallen automatisch in dieses Genre. 

Deine Protagonisten sind immer Frauen. Wie wichtig ist es, Bücher über starke Frauen zu schreiben?

Ich finde es wichtig, Mädchen zu zeigen, dass sie alles erreichen können. 

Oft spielen deine Romane in einer Schulumgebung. Warum ist das ein spannendes Setting für eine Geschichte?

Ich mag Internats- und High School Geschichten. Außerdem sind meine Protagonistinnen ja meist 17 Jahre alt und damit schulpflichtig. 

Fällt es dir leichter, völlig neue Welten zu erschaffen, in denen deine Geschichten spielen oder sie in unserer Welt zu verorten und mit deinen magischen Ideen zu spicken?

In unserer Welt ist es leichter. In fremden Welten passieren zu viele Logikfehler. 

Sagen, Mythologie und Märchen finden sich alle in deinen Büchern wieder. Was fasziniert dich daran? Welche Märchen oder Mythen haben es dir besonders angetan?

Meine Lieblingsmärchen waren immer Cinderella und alle anderen, in denen Mädchen große Träume hatten, wie zum Beispiel Die kleine Meerjungfrau. 

Gibt es ein anderes Genre, in dem du dich gerne auch mal ausprobieren würdest? 

Young Adult also Liebesromane für junges Publikum.

Wie läuft dein Schreibprozess ab?

Ich plotte meist sehr schnell, male mir dann einen Zeitstrahl mit den Ereignissen. Dann notiere ich mir Details zu den Figuren. Ja und dann gehts los. Meistens schreibe ich ca. 10 Wochen und überarbeite dann nochmal 8 Wochen.

Welchen Tipp würdest du angehenden Autorinnen und Autoren geben?

Nimm dir Zeit für das, was du liebst und bilde dich weiter!

Du bist auf den Sozialen Medien aktiv. Was macht dir dabei Spaß?

Eigentlich alles. Ich lerne jeden Tag dazu, sehe was Freunde so treiben und freue mich über Reaktionen auf meine Posts. 

Kannst du erklären, was hinter der Schreib WG steckt und was das Besondere oder Schöne daran ist?

Die Schreib-Wg, das sind vier befreundete Autoren: Christian Handel, Nica Stevens, Andreas Suchanek und ich. Wir treffen uns mindestens 4x pro Jahr irgendwo in Deutschland für eine Woche, schreiben zusammen, besuchen Verlage und richten Meet&Greets für unsere Leser aus. Außerdem lassen wir die Leser an unserem WG-Leben per Livestream teilhaben. Es ist immer sehr lustig und wir sind zudem gemeinsam sehr produktiv. 

Dieses Jahr allein kommen vier Bücher von dir auf den Markt. Wie schaffst du es, so viele Geschichten zu schreiben? Was ist dein Trick? 

Man muss einfach jeden Tag etwas Zeit hineinstecken. Klar, manchmal schreibe ich auch mal einen Tag nicht, aber durchschnittlich 750 Wörter pro Tag. Auf 365 Tage gerechnet sind das ca 3 Bücher. Das vierte dieses Jahr hatte ich schon vor längerer Zeit geschrieben 🙂

Kannst du schon ein bisschen was über die Bücher verraten, die in nächster Zeit erscheinen werden?

Zuerst einmal muss ich meine drei aktuellen Buchreihen beenden, was noch etwa ein Jahr dauern wird. Danach habe ich vor, meinem Agenten 4 neue Ideen zu pitchen und dann sehen wir einfach mal, ob ein Verlag sich für eine davon interessiert. Ich hätte Bock auf alle von ihnen 🙂

Schreibst du gerade an einem neuen Projekt? Wenn ja, was kannst du darüber schon verraten?

Ich arbeite an Band 2 von Black Forest High.

Wie ist dein Weg als Autorin abgelaufen? Wie bist du dorthin gekommen, wo du jetzt bist?

Ich habe 2013 auf Instagram und Wattpad angefangen, Hobbyautoren Tipps zu geben und habe dann selbst dort Geschichten geschrieben. Mein Durchbruch war ein Schreibwettbewerb auf Wattpad, ausgerichtet vom Piper Verlag. Danach hatte ich meinen ersten Verlagsvertrag und dann gleich von einem sehr großen Verlag, zu dem ich sowieso immer schon wollte. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar. 

Neben dem Autorendasein gehst du auch noch einem anderen Beruf nach. Wie lässt sich beides unter einen Hut bringen? Hast du einen Trick?

Ich schreibe sowieso lieber abends. Tagsüber arbeite ich im Marketing, was mir auch sehr viel Spaß macht. Nach der Arbeit gehe ich mindestens 4x die Woche in ein Café, schreibe 1-2 Stunden, gehe dann ins Fitnessstudio und schreibe danach nochmal 1-2 Stunden. Außerdem oft auch in der Mittagspause. So kommt man leicht auf ca. 2.000 Wörter pro Tag. 

Warum ist es für einen Autor/ eine Autorin sinnvoll, unter einem Synonym zu veröffentlichen? Warum hast du dich dafür entschieden?

Mein Nachname ist ziemlich langweilig und doch einzigartig. Meine Namenskombination (Vor- und Nachname) haben soweit ich weiß nur ich und eine angeheiratete Frau im Ruhrgebiet. Also würde man zu leicht herausfinden können, wo ich wohne und das möchte ich nicht. 

Wie kommst du zu deinen Ideen?

Im Alltag, beim Lesen von Zeitungsartikeln und Real Crime Serien/Podcasts. Aber auch einfach so. 

Wenn du in eine Welt, die du erschaffen hast, eintauchen könntest, welche wäre das und wieso? 

Sehr gern in die Hipster-Märchenwelt. Märchen und moderne Technik und Neverland!

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