Interview: Autorin Sarah Stankewitz

Interview auf einen Blick

Dominierendes Genre im Bücherregal: Eindeutig New-Adult!
Lieblingsbuch aus Kindheit:
Einer der vielen Gänsehaut-Bücher
Seltsame Schreibgewohnheit:
Ich schreibe den Klappentext schon, bevor der Plot steht! Das, was vielen am schwersten fällt, geht bei mir ganz leicht.
Mit welchem Schriftsteller – lebend oder tot – würdest du gerne Essen gehen?
Colleen Hoover!
Lieber nie wieder lesen oder nie wieder schreiben?
Nie wieder lesen.

„Perfectly Broken“-Autorin Sarah Stankewitz spricht über ihren neuen Roman, welches Genre sie noch für sich entdecken will und ihre nächsten Projekte, die hoffentlich bald in unseren Bücherregalen einziehen dürfen – und noch vieles mehr. 

Kannst du dich noch erinnern, wovon die erste Geschichte, die du jemals geschrieben hast, gehandelt hat? Und wie alt warst du damals?

Ich habe als Kind wirklich unheimlich viele Kurzgeschichten geschrieben, meistens handelten sie von Tieren. An eine erinnere ich mich noch ziemlich genau, es ging um einen Hund, der sich mit einem Igel angefreundet hat und nicht in seine Nähe durfte, weil er Flöhe hat. Ich glaube, ich war damals 8 und mein Bruder hat zu der Geschichte sogar eine Zeichnung gemacht.

Wie kam dir die Idee zu Perfectly Broken? 

Meine Schwester wohnte damals in einer Ein-Zimmer-Wohnung, ihr bester Freund in der Wohnung nebenan. Als er auszog, hat ihr der Vermieter erlaubt, einen Durchbruch zwischen den Wohnungen zu machen, damit sie die gesamte Etage nutzen kann. Ich war sogar dabei, als die Handwerker die Tür einsetzten. Eines Tages vor zwei Jahren fragte ich mich dann, was wohl mittlerweile aus der Wohnung geworden ist und wie es wäre, wenn zwei fremde Menschen in die Wohnungen einziehen.

Warum schreibst du? Was begeistert dich daran? 

Ich schreibe, weil ich es liebe, in Geschichten abzutauchen. Charaktere zu erschaffen, die es so nur in meinem Kopf gibt und ihnen Leben zu verleihen.  

Bist du einer Figur, die du erschaffen hast, ähnlich oder steckt immer nur ein kleiner Teil von dir darin?

Fast alle Protagonisten haben Eigenschaften von mir, so teile ich Brooklyns Liebe zu Serien, Büchern und natürlich zu Tieren (vor allem zu meinem eigenen Ghost namens Noah).

Wie schafft man es, ein Buch wie Perfectly Broken zu schreiben, ohne selbst ständig zu weinen? Wie geht es dir beim Schreiben von emotionalen Szenen?

Tatsächlich musste ich des Öfteren ein Tränchen verdrücken, aber meistens lasse ich sie dann einfach laufen, weil ich dann merke, dass es genau so sein muss und die Szenen richtig sind.

Was fällt dir beim Schreiben am schwersten?

Mich nicht unter Druck zu setzen.

Was war auf deinem Weg bis zu diesem Punkt am schwierigsten?

Mir klarzumachen, dass es immer Menschen gibt, denen es schwerfällt, konstruktiv zu kritisieren. Dass es immer Menschen geben wird, die einen auf persönlicher Ebene angreifen.

Was hättest du gerne schon vorher gewusst, was deinen Weg erleichtert hätte?

Ich finde, es musste alles genauso kommen. Außerdem muss man auch Fehler machen, um daran zu wachsen! 

Wie ist dein Weg abgelaufen, bis du dahin gekommen bist, wo du jetzt bist?

Ich habe nach meinem Abitur eine Ausbildung zur Bänkerin gemacht und abgeschlossen. Danach wollte ich nur ein paar Monate dem Schreiben allein widmen, daraus wurde dann aber mein Brotjob, den ich über alles liebe.

Was sind die Vor- und Nachteile von Selfpublishing und Verlagen?

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich mag es, selbst über Dinge entscheiden zu können und Mitspracherecht zu haben, was ich beim Verlag aber auch kann. Ich mag die Unterstützung von einem professionellen Team und bin mir sicher, dass Perfectly Broken bei Forever das beste Zuhause gefunden hat.

Warum schreibst du Liebesgeschichten?

Weil ich eine hoffnungslose Romantikerin bin und die Liebe für mich zu den wichtigsten Punkten meines Lebens zählt.

Gibt es noch ein anderes Genre, in dem du dich gerne mal ausprobieren würdest?

Dystopie. Aber ich traue mich (noch) nicht ganz da ran!

 Welchen Tipp würdest du angehenden Autorinnen und Autoren geben?

Schreibt vor allem für euch. Lasst euch nicht von dem Markt in ein Genre drängen, in dem euer Herz nicht Zuhause ist, nur, weil es momentan IN ist. Der Markt wandelt sich immer wieder, das haben auch die letzten fünf Jahre gezeigt.

Wie viele Buchideen hast du schon in der Schublade liegen, auf die wir uns in der Zukunft freuen dürfen?

Ich plane selten Ideen im Voraus, weil ich so später keine Lust mehr darauf habe. Meistens lasse ich neue Ideen erst zu, wenn alte abgeschlossen sind. Aber ich bin mir sicher, dass mein Kopf nie aufhören wird, Geschichten zu erfinden.

Hast du schon ein neues Projekt, an dem du arbeitest? Wenn ja, kannst du schon ein bisschen was verraten? Bekommt vielleicht sogar Molly (Charakter aus Perfectly Broken) ihre eigene Geschichte?

Momentan arbeite ich am dritten Band meiner Erotik-Reihe der Nolan-Brothers. Ob Molly eine Geschichte bekommen wird? Lassen wir uns überraschen!  

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